shutterstock 1887878623 01 3 - Advofleet Rechtsanwalt24

Untervermietung an Flüchtlinge

Inhaltsverzeichnis

Die Flüchtlingskrise spielt auch im Mietrecht eine Rolle. Denn Geflüchtete sind oft in öffentlichen Einrichtungen untergebracht. Von dort gelingt die Integration nicht. Daher gibt es solidarische Mieter, die Flüchtlingen einen Teil ihres Wohnraumes überlassen wollen. Wie ist das mit der Untervermietung an Flüchtlinge? Ein Urteil des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg in Berlin gibt exemplarisch Auskunft.

Berechtigtes Interesse notwendig

Im Fall wollte eine langjährige Mieterin die Zustimmung zur Untervermietung an einen Afghanen. Zu diesem hatte die Mieterin ein Näheverhältnis aufgebaut. Sie half bei der Integration. Zudem wollte sie die amtliche Vormundschaft des wohl Minderjährigen übernehmen.

Der Vermieter lehnte ab. Teilweise mit wilden Argumenten. Das sah auch das Amtsgericht so.

Nur mit einem Einwand setzte sich das Amtsgericht näher auseinander. Der Vermieter bestritt ein (privates) berechtigtes Interesse. Dieses ist für eine Untervermietung notwendig. Denn so hat der Mieter einen Anspruch auf Zustimmung zur Untervermietung. Das berechtigte Interesse kann wirtschaftlich (Mietreduktion) sein. Oder ein Auslandsaufenthalt, bei dem man zwei Wohnungen finanzieren muss. Aber auch die Aufnahme eines Familienmitgliedes stellt ein berechtigtes Interesse dar.

shutterstock 1887878623 02 - Advofleet Rechtsanwalt24

Sie benötigen rechtliche Unterstützung?

Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema oder wünschen mehr Informationen? Sie sind sich nicht sicher, wie Sie jetzt am besten vorgehen sollten? Wir konnten mit unserer Online-Rechtsberatung schon vielen Menschen bei ihren rechtlichen Anliegen weiterhelfen. Gerne unterstützen wir auch Sie im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung per Mausklick.

shutterstock 1819646375 02 1 - Advofleet Rechtsanwalt24
shutterstock 1801947082 01 - Advofleet Rechtsanwalt24

Untervermietung an Flüchtlinge kann berechtigtes Interesse sein

Der Vermieter vertrat nun den Standpunkt, dass ein rein humanitäres Interesse kein persönliches und damit kein berechtigtes sei. Dem trat das Gericht (Urteil vom 18.11.2016 – 9 C 140/16) entgegen. Auch rein humanitäre Gründe sollen für ein berechtigtes Interesse ausreichen.

Und selbst, wenn man diese Ansicht nicht teilt, weil humanitäre Gründe eher für ein öffentliches Interesse stehen: Im konkreten Fall gab es ein solches Näheverhältnis, das einem familiären gleichgestellt ist:

Selbst, wenn teilweise das Interesse aus rein humanitären Gründen abgelehnt und auch ein ausschließlich öffentliches Interesse als nicht ausreichend angesehen wird […], liegt hier ein anderer Sachverhalt vor. Die Klägerin hat nicht lediglich aus einem öffentlichen Interesse an der Aufnahme eines Dritten heraus um die Untervermietungsgenehmigung gebeten, sondern hat ein eigenes persönliches Interesse an einer bestimmten Person, zu der sie eine Beziehung aufgebaut hat. Sie fördert aktiv den Lebensweg des Herrn S.J. und ist gegebenenfalls, sollte dieser minderjährig sein, bereit, für diesen als Vormundin oder Betreuerin zu wirken. Dies steht der in den o.g. Vergleichsfällen bestehenden verwandtschaftlichen Bindung gleich.

Vollkommen korrekt. Wenn Ihr Vermieter auch solchen Ärger macht, lassen von unseren Experten prüfen, ob ein Anspruch auf Untervermietung gegen den Vermieter durchsetzbar ist.

shutterstock 1717999585 03 - Advofleet Rechtsanwalt24

Mehr als 20.000 Menschen vertrauen uns

Wir konnten bisher bundesweit mehr als 20.000 Menschen bei ihren rechtlichen Anliegen helfen.

Wir antworten innerhalb von 24 Stunden

Bei uns warten Sie nicht auf einen Beratungstermin, sondern erhalten Ihre Einschätzung sofort.

Unser Service ist "hervorragend"

Unsere Kundschaft hat unsere Beratung und unseren Einsatz bewertet - das Ergebnis macht uns stolz.

Bitte beachten Sie, dass die auf dieser Webseite aufgeführten Beiträge, Urteile, Hinweise, Auskünfte und Tipps keine Rechtsberatung darstellen. Alle Inhalte sind zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig verfasst worden, erheben jedoch keinen Anspruch auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Ausschließlichkeit. Die zur Verfügung gestellten Informationen ersetzen insbesondere keine individuelle juristische Beratung – denn jeder Fall ist anders und häufig kommt es auf die Details an. Die vorliegenden Inhalte sind unverbindlich und nicht Gegenstand einer anwaltlichen Beratung. Es wird kein Gewähr dafür übernommen, dass im Streitfall den hier dargelegten Urteilen und Ansichten gefolgt wird.