Für viele frischgebackene Eltern stellt sich die Frage, wie das Kind in Zukunft betreut werden soll. In welcher Art von Einrichtung soll das Kind untergebracht werden? Wie findet man eine geeignete Einrichtung? Wie hoch sind die Gebühren? Dieser Artikel will Ihnen Antworten auf diese und andere Fragen geben.

Wie findet man den passenden Kitaplatz?

In Stuttgart gibt es 610 Kitas. Um den passenden Platz zu finden, sollte man überlegen, welche Einrichtung am besten zum eigenen Erziehungskonzept passt. Denn die verschiedenen Träger verfolgen unterschiedliche Konzepte. So gibt es einerseits die städtischen Kindertagesstätten. Daneben bieten auch die Kirchen, die Studierendenwerke, die Waldorf-Vereine und die Montessori-Vereine Kindertagesstätten an. Ziel der Kirchen ist es, die Kinder zu Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit zu führen. Dagegen legen Montessori-Tagesstätten großen Wert auf spielerisches und eigeneständiges Lernen. Die Waldorf-Tagesstätten fördern vor allem die Kreativität und die Eigenheit des Kindes. Nähere Informationen zu den verschiedenen Einrichtungen finden Sie hier.

Daneben sollten auch andere Kriterien wie die Entfernung vom Arbeitsplatz und dem Wohnort, die Kosten, die Öffnungszeiten, die Gruppengröße und der Betreuungsschlüssel berücksichtigt werden.

Bei der Suche nach einem geeigneten Platz unterstützt Sie auch der Kindertagesstätten-Finder.

Die Anmeldung

Die Anmeldung in einer Einrichtung kann auf zwei Arten erfolgen: Entweder man meldet das Kind über die zentrale Plattform der Stadt Stuttgart an. Hier können bis zu drei städtische und sieben freie Kitas angegeben werden. Alternativ kann man das Kind auch persönlich anmelden. Entweder über die Hotline (216-55445) oder beim städtischen Platzmanagement im Jugendamt. Soll das Kind im neuen Kita-Jahr (also ab September) einen Platz erhalten, muss die Anmeldung bis zum 15. Februar desselben Jahres abgegeben werden.

Kosten

Die Kosten sind abhängig vom Träger. Bei einer städtischen Kita müssen Sie mit etwa 219 Euro monatlich rechnen. Dazu kommen 70 Euro für das Essen. In kirchlichen Kitas und Montessori-Einrichtungen sind die Gebühren vergleichbar. Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen Sie für eine Waldorf-Kita. Die Gebühren dort betragen jedoch auch dort maximal 150 Prozent des städtischen Satzes. Die Preise in privaten Kitas sind sehr unterschiedlich. Möglich sind Beträge zwischen dem städtischen Satz und bis zu 1000 Euro monatlich.

Der Rechtsanspruch

Vor dem ersten Lebensjahr besteht gem. § 24 I SGB VIII kein gesetzlicher Anspruch auf Betreuung. Dennoch kann das Kind für einen Kitaplatz angemeldet werden.

Vom ersten Lebensjahr bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Betreuung gem. § 24 II SGB VIII. Das bedeutet, dass das Kind einen Anspruch auf einen Platz in einer Kita oder in der Kindertagespflege hat. Der Umfang der Betreuung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen.

Zwischen Vollendung des dritten Lebensjahres und dem Schuleintritt hat das Kind Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung (§ 24 II SBG VIII).

Aktuelle Situation

In Stuttgart ist die Situation vor allem in der Gruppe der Ein- bis Dreijährigen problematisch. Nach Auskünften der Stadt liegt die derzeitige Versorgungsquote in dieser Gruppe bei nur 43,3 Prozent. Das sind 16,7 Prozent weniger als erforderlich. Das bedeutet, dass in der Altersgruppe der Ein- bis Dreijährigen 2500 Plätze fehlen. Dazu kommt, dass bereits zahlreiche Kinder auf Wartelisten stehen. Außerdem wird die Lage noch dadurch verschlimmert, dass nur wenige geeignete Räume für neue Kitas vorhanden sind. Auch die Personalsuche gestaltet sich oft schwierig. So können 500 Kitaplätze allein deshalb nicht besetzt werden, weil es am Personal fehlt.

Kein Platz – Was nun?

Haben Sie trotz Befolgung aller Ratschläge keinen Kitaplatz bekommen sollten Sie nicht verzweifeln. Denn jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Kitaplatz. Dieser kann notfalls auch eingeklagt werden. Haben Sie außerdem einen Verdienstausfall erlitten, können sie Schadensersatz verlangen. Da es vielen Eltern schwer fällt, die eigene Situation einzuschätzen bieten wir Hilfe an. Wir ermitteln, ob die Voraussetzungen für einen Kitaplatz erfüllt sind und informieren Sie darüber, wie viel eine Klage kostet, ob eine Klage sinnvoll ist und wie lange das Verfahren dauert. Wenn Sie Interesse an einer kostenlosen Ersteinschätzung durch unsere Vertragsanwälte habe, füllen Sie bitte dieses Formular aus. Dieser Service ist mit keinerlei Verpflichtungen oder Werbung verbunden. Im Rahmen dieser Ersteinschätzung können wir Ihnen eine auf Ihren Fall zugeschnittene, strategisch kluge Lösung liefern.